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"Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das Dich mehr liebt, als sich selbst!" (Henry Wheeler Shaw oder Josh Billings, ich fand hier versch. Quellangaben)
Natürlich kann und sollte ein verstorbenes Haustier nie durch ein anderes ersetzt werden. Doch ich finde, die Liebe zu Tieren hat stets eine Chance verdient.
Nachdem unser Elko uns auf diese grausame Art und Weise entrissen wurde, wollte ich mir selber insbesondere zeigen, dass ich alle Tiere liebe. Und so hatte ich mich auch bereits in dem Tierheim ungesehen, in dem wir damals auch unseren Elko fanden. Mitleid hatte ich selbstverständlich mit allen Tieren und aus diesem Gefühl heraus hätte ich auch gerne alle Tiere mitgenommen, aber "Klick" hat es dort nicht gemacht.
Meine Bekannte, mit der ich auch zu Elko´s Lebzeiten immer "Nordic Walking" gegangen bin, erzählte mir dann erstmals vom "Arnsberger Modell" - eine Tierheimeinrichtung, die früher ihren Sitz im Bezirk der Stadt Arnsberg hatte. Sie erzählte mir von der Gruppenauslaufhaltung dort und davon, dass die Tiere dort auch sehr sozialverträglich sind.
Das, was sie sagte, machte mich neugierig und so forschte ich nach. Nachdem ich recherchiert hatte, wo sich dieses "Alternative Tierheim" befindet, fuhr ich dort hin, um mich umzuschauen. In der Tat war ich von dem Tierheim sehr beeindruckt. Die Idee und Umsetzung ist sehr gelungen. Und - unverhofft kommt ja bekanntlich oft - ich wurde fündig. In einem der Außengehege waren zwei kleine Dackel, ein Boxer und zwei Schäferhund-Windhund-Mischlinge untergebracht. Zunächst kamen sie alle zu mir an den Zaun, kletterten an mir rum, ließen sich streicheln und lieb waren sie auch alle. Doch ich bemerkte zunächst gar nicht, dass einer sich besonders bei mir ankuschelte, mir folgte, wenn ich zur anderen Seite des Geheges ging und sogar fiepste, als ich wenige Meter von dem Außengehege weg ging. Erst wenn ich mich zu ihm hockte und ihn immer wieder streichelte und liebkoste, war der kleine ungestüme Rüde ruhig und entspannt. Ein Blickwechsel und ich wußte Bescheid. Was suche ich eigentlich noch? Wenn wir wieder einen Hund bei uns aufnehmen würden, dann nur diesen! Ich rief meinen Bruder an, schließlich musste ein solcher neuer Hausgenosse auch geplant werden und auch er konnte sich für diesen kleinen Hund begeistern. Wir sprachen mit dem Tierheim-Mitarbeiter alles notwendige ab und unerwarteter Weise zog der kleine süße Fratz noch am selben Tag bei uns ein.
Mittlerweile ist Costa fester Familien-Bestandteil. Aus meinem Leben kann ich ihn mir genauso wenig "wegdenken" wie unseren Elko.
Man kann ihn als die Katze unter den Hunden bezeichnen. Während man im Haus oftmals gar nicht bemerkt, dass der Hund da ist, dreht er draußen richtig auf. Er ist verschmust und schmiegt sich mit Vorliebe an den Beinen entlang wie eigentlich nur Katzen das tun, aber ich habe mir sagen lassen, dass dies charakteristisch für viele Windhunde und windhundartige Rassen ist. Dass in Costa viel von einem Windhund steckt sieht man nicht nur an seiner edlen Statur, sondern auch in seinem Rennverhalten. Er kann und will immer wetzen und jagen was das Zeug hält. Das nötige Gehorsam übe ich mit ihm draußen im Feld mit Hilfe einer 15 m langen Schleppleine.
Die Mischung aus Schäferhund und Windhund ist in diesem Fall sehr gelungen. Seit ich Costa und seine Windhund-Kollegen aus dem Arnsberger Modell kenne, entwickele ich mich immer weiter zu einem Windhund-Freund. Der Windhund, der bei Costa mitgewirkte ist sehr wahrscheinlich ein Saluki gewesen. Da ich jedoch nichts genaues über seine Eltern weiß, kann ich darüber nur spekulieren.
Costa wurde im Juni 2005 in Griechenland geboren und kam auch erst Ende Oktober 2005 nach Deutschland ins Arnsberger Modell. In Griechenland haben Straßenhunde keine oder nur geringe Überlebenschancen. So kann man davon ausgehen, dass Costa - hätte man ihn und weitere Hunde nicht nach Deutschland geholt - wahrscheinlich nicht mehr leben würde.
Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben, denn Costa ist ein wirklich feines Tier und sehr klug. Er begreift sehr schnell und hat Spaß an Kunststücken.
Ich übe mit ihm via "Clickertraining" und ab und an wagen wir uns auch ein wenig in die "Dog-Dance" Welt.
Jetzt ist er ausgewachsen, so dass ich im nächsten Frühjahr anfangen kann, ihn am Fahrrad mitzunehmen.
2008-02-24
Costa wird in diesem Jahr drei Jahre alt. Leider macht uns sein gesundheitlicher Zustand große Sorgen.
Doch nach wie vor ist er sein sehr sehr lieber Hund, sehr agil und freundlich, stets zu Blödeleien aufgelegt und pfiffig.
Heute gibt es an dieser Stelle ein paar neue Fotos... und die EM kann kommen!
Darüber hinaus wurde ein Bild von Costa in der Zeitschrift Partner Hund 02/08 veröffentlicht. Klein aber fein. Mich freut das sehr.
An dieser Stelle werde ich mit Sicherheit noch öfter über Costa und seine Entwicklung berichten. Mit vielen schönen Fotos von ihm und seinen Freunden.
Übrigens, wenn Sie mich und Costa gerne kennenlernen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich bei unserem Hundetreff anschließen würden.
2009-04-25
Zwischenzeitlich wurden Fotos von Cota schon des Öfteren in diversen Zeitschriften abgedruckt und nun auch zweimal in dem Buch "Wem gehört das Sofa" welches im Cadmos Verlag erschienen ist. Ich freue mich sehr, meinen kleinen Grebbel immer mal
auch in einer solchen Zeitschrift zu sehen.


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